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30. und 31.10.09

„Premieren-Wochenende!

Vergangenes Wochenende war es soweit! Die letzten Wochen und Monate hatten wir uns auf unsere Premieren-Abende vorbereitet, Texte geschrieben, umgeschrieben, gelernt, wieder umgeschrieben, geprobt, geübt, gesungen...

Vom Ergebnis waren wir begeistert – tolles Publikum und ein reibungsloser Ablauf!"

Bejubelte Doppelpremiere der Weibsbilder (Pressekritik vom 02.11.09, TV)

Gleich zweimal vor ausverkauftem Haus spielte das Kabarett-Duo Weibsbilder alias Anke Brausch und Claudia Thiel am Freitag und Samstag in der Gerolsteiner Stadthalle Rondell. Mit ihrem Programm "Unbemannt - wir sind übrig" begeisterten sie ihr Publikum.

Gerolstein. (sn) Voller Erfolg für die Weibsbilder: Nach ihrem fast dreistündigen Programm "Unbemannt - wir sind übrig" riss es ihr Publikum förmlich von den Stühlen. Langer Applaus und zwei Zugaben - damit ging ein amüsanter Abend zu Ende.
 
Diesmal drehte sich alles um Singles. Während Anke Brausch (Zitat: "29 Jahre, fast neu und sehr intelligent") sich noch gute Chancen bei den Männern ausmalte, hatte Claudia Thiel, "vorzeigbar, gut anzusehen, mit Rubensfigur, Maße 86, 78, 106 - und das war nur das rechte Bein", doch eher einen schweren Stand. Auf einem Singletreff in der Provinz sollte der Traummann gefunden werden. Und man ahnte schon, das Publikum war mit von der Partie. "Das sind ja alles Ladenhüter", stellte Anke bei einem Blick in die Sitzreihen enttäuscht fest.
 
Da musste Gundula (Claudia Thiel) als VHS-Dozentin helfen. Sie empfahl allen Männern ihren Kurs "Wie werde ich der ideale Einkaufsbegleiter". Ganz einfach: "Mund halten, Ja sagen, Tüten schleppen." Da hatte es Klein-Tineke (Anke Brausch) schwerer. Die Erstklässlerin suchte für ihre Mutter einen neuen Mann. Das ging am besten musikalisch. Auch wenn der Unterricht der Comedy-Partnerinnen beim Opernsänger doch nicht zustande kam - bei ihren Gesangseinlagen haben sie sich dennoch gut entwickelt. Während Anke Brausch als kleine Rotzgöre ebenso wie als sexy unterkühlte Lady überzeugte, punktete Claudia Thiel als Eifelbäuerin aus Kalenborn-Scheuern.
 
So gut ihre Einzel-Auftritte in verschiedenen Rollen waren, umso besser waren sie zusammen auf der Bühne. Da wurde Tacheles geredet, kein Blatt vor den Mund genommen, und es wurde auch kräftig auf Kosten der anderen Possen gerissen. So empfahl Anke der vollschlanken Claudia eine Kontaktanzeige. "Schreib doch: Mein Auto hat Schlagseite, suche Gegengewicht." Dafür durfte Anke einen "Liebesbrief" entrollen in dem stand: "Versteck dich, heute ist Sperrmüll."
 
Überhaupt agierte das Duo erstaunlich textsicher und unaufgeregt. "Wenn wir mal nicht mehr sind, werden wir uns trotzdem vermissen", sagte Claudia Thiel als Oma am Schluss zu ihrer alten Freundin. Versöhnliche Worte, denn natürlich gingen die beiden auch an diesem Abend wieder leer aus.
 
Weitere Informationen und Tourdaten gibt es auch im Internet unter  www.kabarett-weibsbilder.de

 

Süd-Tour - 15.10.-20.10.09
Fragen über Fragen...

15.10.09        Pack die Badehose ein...

Am Donnerstag hieß es mal wieder "Koffer packen und ab in den Süden"! Wer jetzt an Spanien, Italien, Sonne, Strand und Meer denkt, den muss ich enttäuschen!
Zunächst ging´s - nach einer ersten Rast in Walsdorf - in den südlich gelegenen Schwarzwald, nach Schömberg (-3°, aber die Frisur sitzt). Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, sahen wir uns die dazugehörige Location an - ein altes Schwimmbad, dass zur Kleinkunst-Bühne umfunktioniert worden war.
http://www.hotel-hausamkurpark.de/typo3temp/pics/94a01fbcd9.jpg
Vor ausverkauftem Haus gab es diesmal zunächst eine Schluckimpfung (auf die Gabe der Zäpfchen verzichteten wir...), anschließend machten wir uns daran, die Diagnosen zu stellen und Behandlungsmöglichkeiten zu finden. Nach getaner Arbeit verbrachten wir noch ein bisschen Zeit mit den Veranstaltern und leckerem Fleischsalat, bevor wir müde ins Bettchen fielen.

Frage: Wie geht eigentlich Schwäbisch? - Ein Crash-Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene
Ich komme ja nur selten aus meinem geliebten Städtchen raus (soll die Welt doch zu mir kommen!), war bisher weder im Schwarzwald, noch in Bayern (letzteres sollte mir laut "Expertenmeinung" peinlich sein... *kurz-in-der-Ecke-steh-und-schäm*). Daher war mir gar nicht bewusst, dass nicht alle Menschen in Deutschland "eiflerisch" reden *ich bin schockiert*! Gut, dass die Sachsen östeln, weiß ich aus diversen Talkshows, hielt es aber bisher immer für einen dramaturgischen Schachzug der Talkshow-Macher, um das komplette nicht vorhandene Potential dieses Fernseh-Formats gänzlich auszuschöpfen und ihm einen lustigen Touch zu geben.
Und nun das! Da gehe ich mal auf Reisen und sehe mich plötzlich mit Fremdsprechen konfrontiert, die es als Wahlfach an meiner Schule nie gab! Aber ich bin ja ein schlaues Weibsbildchen und ausgesprochen lernfähig :)
Hier also "Schwäbisch":

1. Mache situationsbedingt aus etwa 67,312 % der s-Laute ein sch:
Nest - Nescht

2. Setze ans Ende der Namenwörter gekonnt die super-niedliche Endung -le:
Nescht - Neschtle

3. Verzichte weitestgehend auf Vokale - arbeite vermehrt mit Konsonanten:
der - dr

Jo, im Groben war´s das! Gar nicht so schwer dieses Schwäbisch :)

16.10.09        Überleben!

Nach einer ruhigen Nacht fielen wir erstmal über das Frühstück her (wir essen ja sooo gern)! Gut gestärkt begaben wir uns erneut in die Schwimmbad-Location, um die freie Zeit zum Proben für´s neue Programm "Unbemannt" zu nutzen.
Wo noch wenige Stunden zuvor die Arztpraxis die Emotionen hochkochen ließ, war es nun stark abgekühlt und schon bald griffen wir zu Pullover, Jacke, Schal und Handschuhen.

Frage: Haben Sie schonmal den Film "Überleben" gesehen?
Die Handlung ist schnell erzählt: Eine Sportmannschaft bestehend aus leckeren jungen Männern stürzt mit dem Flugzeug in den Bergen ab und vor lauter Kälte und Hunger beginnen sie kurz darauf sich gegenseitig aufzufuttern...
Bevor uns das gleiche Schicksal ereilen sollte (wir essen ja sooo gern!), beschlossen wir, Schömberg zu verlassen und nach Nagold weiter zu reisen.

Auch dort checkten wir zunächst im Hotel ein
http://www.pfrondorfer-muehle.de/
Anschließend gings weiter zum Scheraschleifer, wo wir einige Stunden später, gemeinsam mit einem leckeren Essen, die Anwesenden beglücken sollten.

Frage: Wie beschimpfen sich eigentlich die Schwaben? Oder: Kann man sich auf schwäbisch überhaupt vernünftig streiten?
Wie mein Crash-Kurs "Schwäbisch" bereits erläuterte, haben die Schwaben eine unverwechselbare Art zu kommunizieren. Bei soviel sprachlicher Freundlichkeit und Verniedlichungsformen stellt sich die berechtigte Frage, ob sich dieser Dialekt auch für intensive Streitgespräche eignet... Können Ausagen wir: "He, pasch uff, sonscht hol ich mei Brüderle" tatsächlich Angst einflößen und für den nötigen Respekt sorgen?

17.10.09        Extase

Unsere Tour führte uns an diesem Tag nach Tübingen. Nachdem wir uns im Hotel Adler in Horb schon einmal häuslich eingerichtet hatten, gings los zum Vorstadt-Theather
http://www.vorstadttheater.de/
ein wirklich süßer Auftrittsraum in Tübingen.
Nach Eröffnung der Praxis, Diagnosestellung und Behandlung mit medikamentösen Gags auf Lachbasis, forderten die bis dahin sehr zurückhaltenden Zuschauer zwei Zugaben ein.
Nach dem Auftritt verabschiedete man sich von uns mit den Worten: Ihr worad echt super! Die Zuschauer warn jo total in Ekschtase.

Frage: Was ist eigentlich Extase?
Während der Eifler - mit starker emotionaler und autobahntechnischer Anbindung ans Rheinland - unter Extase das spontane, komplette, oft grundlose Ausrasten (gerne unter Zugabe von Alkohol, lustigen Pappnasen, diversen Kalauern und vill Spass an der Freud) versteht, hat dr Schwob a gansch andre Vorstellung vom Ekschtase-Spässle. Das Ausrasten passiert eher innerlich, so ganz im Stillen - den ganz Mutigen entfährt als Zeichen des absoluten Kontrollverlusts auch schonmal ein Lachen.
Hoffentlich erfahren die Schwaben bei einer Reise in die Eifel nicht DEN Schock ihres Lebens, wenn sie ohne Vorwarnung in den rheinischen Karneval geraten...

18.10.09       Knigge kam aus Horb

Von Tübingen gings am späten Abend zurück nach Horb ins Hotel Adler
http://www.adler-dettingen.de/
(P.S. Eine sooo liebe Eigentümerin mit dem schwäbsche Herzle am rechten Fleckle!).
Um am Nachmittag die Zeit sinnvoll zu nutzen, fuhren wir nach Freudenstadt ins Panorama-Bad und es wurde ordentlich gewellnesst... äh, wellgenesst... äh, Wellness gemacht. Sauna, Dampfbad, Peeling und Massage (man hatte die Masseurin ein paar moves drauf, mein lieber Scholli!) machten uns fit für den am Abend im Gasthof Adler stattfindenden Auftritt. Auch hier "schwäbsche Ekschtase" und lauter liebe Menschen. Apropos liebe Menschen: Die Schwaben sind ein ausgesprochen freundliches Völkchen. Wildfremde grüßen einen auf der Straße mit einem gutgelaunten Hallo, Türen werden aufgehalten und es ist immer Zeit für ein kleines Schwätzchen, sorry Schwätzle. Ich weiß es nicht 100%ig, aber ich könnte schwören, Knigge kam aus Horb-Dettingen!

Frage: Warum darf man vor einer Darmspiegelung keine Körner essen?
Oje, eine medizinische Frage, auf die wir kranken Schwestern keine fundierte Antwort wissen (Welche Joker hab ich noch?). Aber es gibt Theorien! Ich möchte die an dieser Stelle nicht näher ausführen, aber am Ende der Theorie steht ein toter Arzt...

19.10.09        Jo mei

Oh ach herrje, noch ne Fremdsprache... Jetzt war ich so stolz, in drei Tagen schwäbisch gelernt zu haben, da komme ich schon wieder in die unangenehme Lage, mich nicht wie gewohnt verständigen zu können. Schwäbisch bringt einen im bayerischen Ingolstadt nämlich auch nicht weiter...
Nach dem Bezug unseres Luxus-Hotels
http://www.parkhotel-heidehof.de/
gings erstmal in den Wellness-Bereich. Sauna, Dampfbad, Peeling, schwimmen und whirlpoolen... Unendlich entspannt fuhren wir dann zur Location "Neue Welt"
http://www.neuewelt-ingolstadt.de/
Vor ausverkauftem Haus konnten wir schnell die ersten Patienten ausfindig machen, in den ersten Reihen saßen die schlimmsten Fälle. Die benötigten dringend eine Dosis Tineke, ein Christel-Dragee und Mandy intravenös.

Frage: Woher kommen eigentlich all die Sprachen?
Als studierte Religionslehrerin ist die Beantwortung dieser Frrage natürlich kein Problem!
Als die Menschen, noch lange vor Jesu Geburt, gemeinsam einen hohen Turm bauen wollten, kam es zum Streit. Man wurde sich einfach nicht einig, wie, womit und wie hoch der Turm gebaut werden soll.
Da sagte der Schwabe: Mr ischt das gansche Türmle baue zu teur! I geh un bau mei Neschtle woandres!
Auch der Bayer hatte plötzlich keine Lust mehr: I mog nimmer! I geh hoam und trink a Moaß!Nur der Eifler hatte noch Ausdauer: Esch machen dat schruuße Döngen hey will janz aleen fädisch!
Als Belohnung stattete der liebe Gott den Eifler mit diesem wunderbaren Dialekt aus, schenkte ihm Fröhlichkeit, Feierlaune und die Fähigkeit zur absoluten Extase!

11.10.09

"Gestern hätten wir den Tourbus gar nicht anschmeißen müssen, denn noch näher kann ein Auftrittsort nicht liegen - Hillesheim!
Zunächst bestaunten wir, was die Mitglieder des Vfl aus unserem "Kuh-Hotel" gezaubert hatten. An den wunderschön dekorierten Tischen fanden sich auch schon schnell die ersten der etwa 400 Zuschauer ein, um sich ihre diversen Sportverletzungen behandeln zu lassen, damit sie schon bald auf dem neuen Kunstrasen des Hillesheimer Sportplatzes wieder alles geben können.

Nachdem die technischen Details geklärt waren (DANKE MARTIN - ich werde heute in einem Monat meine Laterne nur für dich tragen!) und die Cheerleader des Vfl akrobatisch quer durch die Halle geflogen waren, eröffneten wir die Weibsbilder-Praxis.
Nicht nur die Zickereien unter Anke und Claudia konnten begeistern, besonders die bekannten Bühnenfiguren - allesamt echte Eiflerinnen - überzeugten wieder mit Redekunst, Gesang und manchmal auch Optik.
Da die Veranstaltung einen sportlichen Hintergrund hatte, durften verbale Blutgrätschen in Richtung hochbezahlte Sportler natürlich nicht fehlen. Auch Boris Becker und seine Besenkammer-Patchwork-Familie bekam sein Fett weg.
Nach dem Auftritt lauschten wir noch Günter Hochgürtel und feierten bis in die Morgenstunden."

26.09.09

"Naddel im Badehaus... oder Technikerin von Kaktee attackiert...
Nein, dies ist kein Versuch, Sie mit billigen Silikontricks oder Schlagzeilen ala Bildzeitung an unsere HP zu binden.
Gestern waren wir im Burscheider Badehaus. Da alle Anwesenden - einschließlich uns - aber schon frisch gewaschen und gekämmt dort ankamen, nutzten wir diesen Ort, um potentielle Patienten zu bespaßen.
Tineke, Christel und Mandy waren wieder mit von der Partie. Letztere versuchte beim ausgiebigen Jazztanz, die erst ein paar Stunden zuvor gelieferte Bühne in Grund und Boden zu stampfen.
Aber nicht nur die Zuschauer wurden bespaßt, auch wir fanden unsere Patienten sehr erfrischend. Naddel half den alten Damen bei der Rhythmussuche und scheute sich auch nicht, Mandys Aufforderung nachzukommen, die Männer neben sich durch einen kräftigen Rippenstoß zum richtigen Gesangseinsatz zu bringen.
Eine wildgewordene Kaktee griff in der Pause unsere Technikerin an und hinterließ einen spitzen Stachel, den wir mit vereinten Kräften heraus zu operieren versuchten. Aufgrund mangelnden Operationsbestecks gelang es uns nicht, die OP zu einem erfolgreichen Ende zu führen... aber mal ehrlich: Wer braucht schon 10 Finger?
Wir wünschen allen Burscheidern viel Spaß bei der gemeinsamen Fortpflanzungsaktion im Oktober. Die Ergebnisse bestaunen wir dann im Januar, wenn wir wieder im Badehaus zu Gast sind."

09.09.09

"Gestern waren wir zu Gast in Kröv an der schönen Mosel.
Viele vermeintliche Patienten hatten sich eingefunden, wie sich herausstellte erfreuten sich die über 300 Anwesenden aber bester Gesundheit. Dafür war Ankes Micro krank! Erst hüstelte es nur, dann krächzte es und verlor schließlich komplett die Stimme. Schuld war - wie der Micro-Doktor heute herausfand - ein schlimmer Bruch am hinteren Kabeltorax gepaart mit einer Schieflage des Apendix-Steckers.
Dank des Spezialisten auf dem Gebiet der Homöomicropathie ist der Empfänger aber schon wieder wohlauf und es geht ihm den Umständen entsprechend. Heute konnte er schon wieder ein paar Töne von sich geben und auf die Kofferraum-Station verlegt werden.
Wir wünschen gute Besserung!"

06.09.09

"Am Freitag führte uns der Weg nach Bad Nauheim in das erst seit kurzem eingerichtete Theater am Park.
Auch hier fanden sich wieder Patienten aller Pflegestufen ein, um mit viel Lachen das Alltagsgrau zu vertreiben.
Besonders Tinekes Aufklärungsarbeit trug Früchte, denn als Mandy, die Expertin für´s Horizontale die Bühne betrat, wirkten einige Anwesende schon aufgeklärter und bereit, den Anekdoten unserer stylischen Hubraum-Frau zu lauschen.
Letzte Wehwehchen wurden dann wie gewohnt weg-choreographiert, als die "Alten" in der Zugabe nochmals sämtliche Reserven ihrer 86jährigen Körper mobilisierten."

06.09.09

"Am vergangenen Donnerstag waren wir wieder einmal im Wendener Rathaussaal zu Gast.
Ebenerdig unter einem großen Leuchter fanden sich die Patienten schnell in den diversen Krankheitsbildern wieder und vor allem die telefonische Beratung führte zu viel Gelächter.
Einige jüngere Damen im zarten Teenageralter konnten sich wohl auch mit Tineke identifizieren und waren genau wie sie Experten auf dem Gebiet der "Buchstaben-Krankheiten" wie ADS, MCD oder LRS.

Zum Abschluss rockten wie gewohnt die beiden älteren Damen aus der Seniorenresidenz "Letzter Frühling" den Saal und konnten all die unbehandelten Patienten im Wartezimmer durch Gesang und Tanz therapieren. Die Heilung wird sicher abgeschlossen sein, wenn die Weibsbilder zur Nachkontrolle wieder den Rathaussal besuchen."

16.08.09

"Vor 320 Zuschauern präsentierte das Kabarettduo Weibsbilder im Forum Daun sein aktuelles Programm „Der Nächste bitte“. Manchem trieben die Künstlerinnen mit ihrem mobilem Wartezimmer sogar die Lachtränen in die Augen. Nach den ersten Medikationen rockten dann die bekannten Bühnenfiguren der Weibsbilder wie gewohnt den Saal und animierten die Anwesenden, sich aktiv ins Programm einzubringen. Es wurden Krankheiten diagnostiziert, die noch gar nicht erfunden sind, alternative Behandlungsmöglichkeiten angewandt, Wechseljahresbeschwerden gelindert und die Zuschauer auf Herz und Nieren untersucht. Die Stimmung war hervorragend bei all den Hypochondern. Niemand schien ernsthaft krank zu sein.

Mandy aus dem horizontalen Gewerbe machte beim männlichen Publikum ordentlich Werbung für ihr Etablissement und entdeckte im Publikum sogar das ein oder andere Männergesicht, von dem sie glaubte, es schon einmal in ihrem Wohnwagen gesehen zu haben. Begeistert stimmte das starke Geschlecht in Mandys Gesang mit ein. Sie genossen die akrobatischen Tanzschritte von Claudia Thiel, die sich stark an den biblischen Frühgymnastik „Pilatus“ orientierten und aus der „Steperotik“ abgeleitet waren. Aber auch die Frauen im Saal stellten gesanglich fest: An meinem Körper ist alles dran! Klein Tineke schluckte mal wieder alles an Medikamenten, was ihr Pillendöschen so hergab. Wahnsinn, welche Krankheiten so ein kleines Mädchen, das von Anke Brausch wunderbar dargestellt wird, haben kann. Nebenbei lernten die Zuschauer lebenswichtige Dinge, zum Beispiel wo das gefürchtete Bermuda- Dreieck liegt, warum Hänsel und Gretel nicht mehr nach Hause fanden, warum Bauchwegunterhosen ein bezauberndes Dekollete versprechen und warum Omas bei den Geschichten aus vergangenen Tagen gerne mal etwas dicker auftragen."

30.05.09

"Lehrer, so weit das Auge reicht...

Gestern waren wir zu Gast in Mettendorf. Nachdem das Navi uns trotz berechtigter Zweifel sicher zum Dorfgemeinschaftshaus geführt hatte, bot sich uns ein Bild, dass wir so schnell nicht vergessen werden!
Die ersten Zuschauer waren bereits VOR uns da und vertrieben sich die Wartezeit auf ungewöhnliche Art und Weise. Die einen machten Picknick und gaben diverse Tüten mit Essbarem durch die Reihen, die anderen stellten sich kurzerhand einige Stühle im Kreis auf und spielten Karten.

Nachdem unsere mobile Arztpraxis eröffnet war, hatten die Zuschauer viel Spaß mit unseren Bühnenfiguren. Mandy machte ordentlich Werbung für ihr Etablissement und entdeckte sogar das ein oder andere bekannte Männergesicht, von dem sie glaubte, es bereits in ihrem Wohnwagen gesehen zu haben.
Claudia machte auch Werbung - allerdings weniger für´s Geschäftliche - das Kulinarische hatte es ihr mehr angetan und so ließ sie immer wieder geschickt den Aufruf zum Essen der Würstchen einfließen.
Christel Müller war mal wieder in ihrem Element und fand auch schnell gleichgesinnte Kittelschürzenträgerinnen, die auch unter plötzlichem Cellulite-Befall leiden.
Da die Veranstaltung vom Förderverein der ortsansässigen Schule organisiert wurde, hatten die vielen anwesenden Lehrer besonders viel Spaß mit Tineke, die mal wieder alles schluckte, was ihr Pillendöschen so zu bieten hatte.

Alles in allem war es ein rundum gelungener Abend - zu dessen Abschluss dann auch wir ein Würstchen abstauben konnten!"

29.05.09

"Waldorfschule oder Reha-Zentrum?

Dass es in der Eifelhöhenklinik in Marmagen auch für uns Weibsbilder immer sehr amüsant ist, ist schon lange klar! Aber was sich dort vorgestern abspielte, toppte alles!

Bereits gegen 19:00 Uhr trudelte das Publikum ein - teils Patienten der Klinik, teils Zuschauer aus dem Umkreis. Schon früh war klar, dass in dieser Praxisstunde nichts sein würde, wie es sonst war. Nicht nur, dass die Anwesenden sich interaktiv ins Programm einbrachten, nein, es schien, als läge hier das Prinzip der Waldorfschule zugrunde - jeder macht was er will!

Dies stellte natürlich eine Herausforderung für uns dar und wir bekamen häufig die Gelegenheit, spontan zu reagieren und gemeinsam mit dem Publikum den Abend zu gestalten!"

09.05.09

„Stille in Kirchberg oder Lothar for President!

Am gestrigen Samstag bekam das Wort WARTE-Zimmer eine völlig neue Bedeutung! Am Auftrittsort in Kirchberg angekommen, wollten wir es eigentlich so handhaben, wie wir es über 70 Mal im Jahr immer tun: Auspacken, aufbauen, Soundcheck machen – fertig!

Aber weit gefehlt... Erst funktionierte die Hausanlage der Stadthalle nicht so, wie sie sollte, dann versuchten wir uns an die Anlage der Band „Foxtrott“ anzuschließen, die vor und nach unserem Auftritt für Unterhaltung auf der SPD-Veranstaltung sorgen sollte. Aber auch das klang nicht wirklich besser. Wir waren einfach nicht zu hören, wo es doch in der Politik immer heißt: Jede Stimme zählt...
Was tun? Mittlerweile war die Anfangszeit längst überschritten, die Zuschauer saßen alle bereit und waren mit Getränken versorgt.

Dann wurde auf die Schnelle eine neue Anlage besorgt. Nach einigem Probieren, Stöpseln, Drehen und Schieben waren wir dann endlich nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören und konnten mit unserem Programm starten.

Alles Weitere lief dann wie gewohnt und am Schluss konnten alle Partei-Patienten als geheilt entlassen werden – ob das nun an uns lag oder hier einfach nur das alte Sprichwort greift: Die ZEIT heilt alle Wunden – man weiß es nicht...

Nochmals ein großes Dankeschön und einen lieben Gruß an Lothar und Rita von „Foxtrott“, denen ich an dieser Stelle nahe legen möchte, im Super-Wahljahr 2009 die Musik an den Nagel zu hängen und sich auf den Job als Kirchbergs Bürgermeister zu bewerben – unsere Stimmen sind euch sicher!“

08.05.09

„Auf Axxe...

Am Freitag führte uns der Weg nach Arnsberg in die Kulturschmiede, wo wir bereits von Veranstalter Andreas und Techniker Marc erwartet wurden. Nach Soundcheck, Bühnenaufbau und einem kleinen Spaziergang (das schlechte Gusticus Tankstellen-Essen lag uns noch ein wenig im Magen) eröffneten wir unsere Praxis, in der mal wieder die Hölle los war!

Nach den ersten Diagnosen und Medikationen rockten dann Mandy, Tineke, Christel und die Omas wie gewohnt den Saal und animierten die Anwesenden, sich aktiv ins Programm einzubringen.

Nach Praxisschluss verspürten wir noch ein kleines bis mittelschweres Hungergefühl, so dass mal wieder eine Autobahnraststätte angefahren werden musste, um den Magen zu füllen.
Diesmal testeten wir Qualität und Auswahl einer Axxe-Tanke und unser Urteil fiel mehr als positiv aus! Überaus freundliche Bedienung, warmes Essen in kalten Nächten, reichlich Auswahl und nettes Ambiente!
Hoffentlich bucht uns Arnsberg noch einmal, damit wir wieder „auf Axxe“ sein können!“

26.04.09

"Wie, schon da?

Normalerweise haben wir immer eine lange Anfahrt zum Auftrittsort. Gestern jedoch konnten wir ganz entspannt aufbrechen ins nahegelegene Prüm.
Vor ausverkaufter Aula des Konvikts gingen die Zuschauer im Raum schon gleich bei der ersten Nummer ab "wie ein Zäpfchen". Die Stimmung war hervorragend bei all den Hypochondern, niemand schien wirklich krank zu sein.

Bei so vielen gesunden Menschen fiel es Christel, Tineke und Mandy auch nicht schwer, von den eigenen Zipperlein zu erzählen.
Besonders die Männer stachen hervor, bildeten sie doch einen nie dagewesenen Chor beim Mandy-Refrain, dem selbst die Kastelruther Spatzen nicht das Wasser reichen können.
Nach einer wilden Zugabe mit ausgefallener Choreographie, machten wir uns auf den Heimweg - diesmal ganz ohne Raucher-, Essens- und Pipipause..."

25.04.09

"Rettung der Wirtschaftskrise in Osthofen geglückt...

Gestern führte uns der Tourbus nach Osthofen. Dort angekommen, begannen wir gleich nach Einrichtung der Bühne, Soundcheck und Lichttest mit dem Lösen diverser Kreuzworträtsel. Was uns partout nicht einfallen wollte, war der Name von Don Qichottes Pferd. Hieß der Gaul nun Ponderosa, Rintintin oder Ramtamtam?...

Genug überlegt, denn die ersten Zuschauer trudelten ein. Nach einer gelungenen ersten Hälfte vor ausverkauftem Haus, darunter einige Banker, dachten wir in der Pause noch einmal über die eben erwähnte Stute nach. Es wollte uns einfach nicht einfallen...

Keine Zeit zum Rätseln - Pause um, umziehen und weiter geht´s!
Nachdem Tineke, Mandy, Christel, Anke und Claudia mit viel Applaus und Standing Ovations für ihre heilenden Wartezimmer-Aktivitäten belohnt worden waren, brannte es uns noch immer unter den Nägeln, endlich den Namen dieses ollen Kläppers rauszufinden. Und so befragten wir das Publikum. Und siehe da, die Banker antworteten wie aus einem Mund: Rosinante!
Wo so viel unnützes Wissen ist, muss das mit der Abwendung der drohenden Wirtschaftskrise doch auch klappen!"

19.04.09

"Soviel Wasser...

Am vergangenen Freitag waren wir erstmalig in Wunstorf zu Gast. Bevor wir den Auftrittsort aufsuchten, begaben wir uns erst ins Hotel, direkt am Steinhuder Meer gelegen.
Die frische Seeluft scheint den Bewohnern dort gut zu tun, denn im Wartezimmer unserer imaginären Arztpraxis waren keinerlei Krankheiten zu verzeichnen. Passend zum Programm spielten wir im Landesklinikum, in der Hoffnung man möge uns nicht aufgrund von gespaltener Persönlichkeit oder groben Schabernacks in die angrenzende Psychiatrie einweisen...

Im großen Saal verfolgten bestens aufgelegte Zuschauer gespannt, was Mandy, Tineke und Christel zu sagen und zu zeigen hatten. Nach getaner Arbeit schlummerten wir erst einmal friedlich in den Hotelbetten, um am nächsten Morgen frisch gestärkt das Meer zu erobern. Ein Rundweg führte uns zu einer Badeinsel, auf der wir mit großen Augen verweilten: Sand, Strand, Meer, Boote... sowas sieht der Eifeler zu Hause ja eher selten!

Nachdem wir noch schnell sämtliche Cafés und Eisdielen des Nordens getestet hatten, ging die Reise weiter nach Horn-Bad-Meinberg, wo wir überaus freundlich empfangen wurden. Auch dort gab es keine besonderen Vorfälle, die längerer Behandlung bedurft hätten, so dass wir uns nach der Praxisschließung gleich auf den Weg nach Hause machen konnten - da, wo es zwar kein Meer gibt, aber dafür Wald und Berge."

05.04.09

"Wir sind wieder daahaaa!

Und da waren wir wieder! Nach einem Jahr Pause "mussten" wir noch einmal nach Aachen zurück, um die kleinen Zipperlein der Zuschauer zu heilen, die sich seit dem letzten Mal eingestellt hatten.
Im Theater Brand machten wir uns vor ausverkauftem Haus daran, die noch übrigen Winterdepressionen mit viel Humor verschwinden zu lassen.
Besondere Vorkommnisse gab es nicht, Mandy, Tineke und Christel gaben alles, um die Aachener letztendlich als gesund und munter entlassen zu können."

01.04. - 03.04.09

"Der Osten fest in Eifeler Hand...

Schon oft haben wir Weibsbilder über ein zusätzliches berufliches Standbein nachgedacht. Viele verschiedene Jobs wären denkbar, vom Zimmermädchen über Autobahnraststättenprüfer bishin zum Restauranttester käme neben den regelmäßigen Auftritten alles in Frage, was sich beim Touren durch Deutschland schnell noch nebenher erledigen ließe.
Beginnen wir heute doch mal mit einer Umschulung zum Reiseführer.

Urlaubsziel: Die östlichen Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen

Anfahrt: Durch gefühlte 17 Bundesländer hindurch erreicht man irgendwann den Osten Deutschlands.

Gegend: Hügellose Landschaften bieten viel Platz für Unmengen von Windrädern und Strommasten. Eine Vielzahl schöner alter Gebäude würden die einzelnen Ortschaften zieren, stünden sie nicht alle leer... Schade!

Verkehr: Die Regelung des Straßenverkehrs erinnert stark an die in Paris oder Rom. Der Ostbewohner an sich bewegt sich meist frei von jeglichen Verkehrsregeln. Überholt wird, wenn einem gerade der Sinn danach steht, der Gegenverkehr nimmt - ohne striktes Beharren auf das eigene, ihm zustehende Recht - Rücksicht auf potentielle Geisterfahrer und so manche Landesstraße dient weniger dem Vorwärtskommen als mehr der Tiefenmassage gegen Cellulitebefall an Gesäß und Oberschenkeln. Auf Bundesstraßen staut es sich mal gern ohne sichtbaren Grund, und das ein oder andere Straßenschild sucht noch immer seinen richtigen Platz.

Freizeitgestaltung: Wenn Sie auf der Suche nach einer sinnvollen und zugleich entspannenden Freizeitgestaltung sind, versuchen Sie es doch mal in Halberstadt. Im Hotel Heine können Sie wunderbar relaxen, saunieren, schwimmen und diverse Behandlungen genießen!

Unterkünfte: Von kleinen Pensionen bis hin zum Luxushotel bietet der Osten für jeden Geschmack die passende Unterkunft. Die Preise sind fair, die Zimmer geräumig und sauber. Besonders empfehlenswert sind die Rolandsstuben in Nordhausen.

Kultur: Dass der Osten Deutschlands viel Kultur zu bieten hat, ist hinlänglich bekannt. Vor allem das Theater der Altmark in Stendal bietet ein tolles Kulturprogramm in wunderschönem Ambiente.

Die Menschen: Selten wurden wir so freundlich in Empfang genommen wie in den neuen Bundesländern (wieso heißen die eigentlich noch immer so?)! Lustige, aufgeschlossene und begeisterungsfähige Leutchen, wohin das Auge blickt!

In Stendal bezieht man sogar Gehörlose in Veranstaltungen, die rein über Sprache laufen, mit ein. Für uns im Vorfeld schwer vorstellbar, dolmetschten zwei Gebärden-Akrobaten unser komplettes Programm! Eine großartige Leistung und eine wunderbare Idee, die Schule machen sollte!
Vor ausverkauftem Haus zeigte sich uns ein tolles Bild mit 400 ausgelassenen Zuschauern, meist weiblich, die sich und uns prächtig amüsierten.

In Nordhausen waren einige Männer mehr bereit, sich unserer Lachmuskel-Behandlung hinzugeben. Hier gab es nicht nur viel Gelächter, auch gesanglich gaben die Zuschauer alles!

Fazit: Der Osten ist in jedem Fall eine Reise wert! Meiden Sie Landstraßen und zeigen Sie sich überholfreudig, dann fallen Sie als oller, unentspannter Wessi garnicht auf!

28.03.09

"Gruselig in Manderscheid...

Am gestrigen Freitag waren wir zu Gast in der Heidsmühle in Manderscheid. Alle Mitglieder des Familienbetriebs nahmen uns freundlich in Empfang und auch die Zuschauer machten einen durchaus gesunden Eindruck.

Nachdem Claudia erst versucht hatte, die Gasheizung umzubauen und unsere Technikerin das Brummen aus der Bassbox entfernt hatte, konnten wir mit dem Programm beginnen. Doch schon zu Anfang zeigten sich uns die Manderscheider Hotel-Geister nicht wohlgesonnen.

Zuerst fiel wie aus dem Nichts ein Bild von der Wand, dann feierte Claudias Micro Silvester und plötzlich kamen die Lampen von der Decke...
Ganz schön gruselig... dieses Manderscheid!"

23.03.09

"Wir wurden ausgeraubt...

Man soll es nicht für möglich halten, aber wir wurden gestern WÄHREND des Auftritts in Schleiden-Gemünd ausgeraubt!
Ein junger Mann schlich sich durch den Bühneneingang und machte sich an Claudias Rucksack zu schaffen! Unsere Technikerin bemerkte den Vorfall, gab uns Bescheid und Claudia eilte dem Fremden nach - leider vergebens.

Nun hoffen wir darauf, dass die Polizei den Täter findet und er verurteilt wird zu lebenslanger Haft, mit der Sonderaufflage, bis zum Rest seines Lebens, 24 Stunden, rund um die Uhr Heino-CD´s hören zu müssen!

Den Zuschauern sei noch einmal für die Geduld während der etwas längeren Pause gedankt! Wir hoffen, Sie hatten trotzdem einen kurzweiligen Abend!"

22.03.09

"Rach, der Restauranttester ...

... kann einpacken!
Denn jetzt testen die Weibsbilder Autobahnraststätten! Und die schneiden nicht wirklich gut ab...
Bei einer so langen Auftrittsanfahrt wie gestern nach Haren, müssen auch figurbewusste, diäthaltende Weibsbilder mal was essen.

Erster Stopp: Serways - Gusticus, irgendwo in RLP
Claudia: Frikadelle ohne alles - 4,50 Euro
Anke: Dessert (Sorte und Konsistenz unbekannt) - 2,50 Euro

Zweiter Stopp: Serways - Gusticus, irgendwo in NRW
Claudia: Kleiner, lauwarmer Kaffee to go - 2,50 Euro
Anke: eine Dose Red Bull - 3,75 Euro

Dritter Stopp: Serways - Gusticus, irgendwo in Niedersachsen
Claudia: Obstsalat im schicken Plastikbehälter - 2,50 Euro
Anke: Dessert (ähnlich Astronautenkost) - 2,50 Euro

Dem aufmerksamen Leser ist sicher nicht die gemeinsame Konstante in dieser Nahrungsgleichung entgangen... Richtig! Serways - Gusticus scheint in diesem Fall das faule Ei zu sein, welches hier unterirdisch-schmeckende Kost zu überirdisch-hohen Preisen anbietet.

Wie gut, dass wir in Haren mit vielen Leckereien in Empfang genommen wurden! Mit Liebe gemachte Schnittchen verziert mit Paprika und Gürkchen, diverse Brot- und Obstsorten, eine riesige Auswahl an Aufschnitt, eine Schüssel voller Süßigkeiten - ein Schlaraffenland für Weibsbilder-Leckermäulchen!
Tolle Zuschauer, langstilige Rosen als Präsent, ein geschenkter Kugelschreiber, nette Veranstalter und lauter gesunde, lachende Menschen - das ist Haren!

Fazit: Wenn Sie weite Strecken zurücklegen, lassen Sie sich von Mutti ein paar Brötchen schmieren oder halten Sie einfach die Fastenzeit ein!"

21.03.09

"Ewighausen - hier könnten wir ewig hausen...

Am gestrigen Freitag machten wir uns noch einmal auf den Weg nach Ewighausen. Diesmal waren wir allerdings schlauer und ließen uns von einem Navigationssystem steuern, statt wie vor zwei Jahren auf unseren weiblichen Orientierungssinn zu vertrauen.

Pünktlich dort angekommen wurden wir wieder sehr nett von den Veranstaltern in Empfang genommen. Ein tolles Plakat zierte das Bühnenbild und es gab eine große Auswahl an kleinen Köstlichkeiten, die wir uns sofort einverleibten.

Vor ausverkauftem Haus begann unser Programm dann auch gleich stimmungsvoll. Wir diagnostizierten Krankheiten, die noch garnicht erfunden sind, wandten alternative Behandlungsmöglichkeiten an, prüften die Männer nicht nur auf Herz und Nieren, linderten Wechseljahrsbeschwerden und sangen, tanzten und lachten sämtliche Zipperlein in Grund und Boden. Die Stimmung war fantastisch!
Ewighausen - wir kommen wieder!"

15.03.09

"In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist...

Gestern ging es dann von Castrop-Rauxel geradewegs nach Wietmarschen-Lohne - okay, nicht wirklich geradewegs, denn wir machten noch einen kleinen Abstecher über Oer-Erkenschwicks Saunalandschaft, um frisch gestärkt an der Mehrzweckhalle anzukommen.

Dort warteten rund 400 meist weibliche Patienten auf uns, die sämtliche Beschwerden im Schlepptau hatten. Von Wechseljahrserscheinungen über Muskelkater vom Fahrrad fahren bis hin zu schweren Fällen von Cellulite, gab es einiges zu behandeln.

Nebenbei lernten die Zuschauer auch noch was für´s Leben, zum Beispiel wo das viel gefürchtete Bermuda-Dreieck liegt, warum Hänsel und Gretel nicht mehr nach Hause fanden, dass Frau in Südamerika Rundtischdecken trägt, warum Bauchweghosen ein bezauberndes Dekolltee versprechen und warum die Oma bei Geschichten aus vergangen Zeiten gerne mal ein bisschen dicker aufträgt."

15.03.09

"Castrop-Rauxel singt sich gesund...

Vorgestern durften wir in Castrop-Rauxel zu Gast sein. Vor ausverkauftem Haus begutachteten wir zunächst die verschiedenen Krankheitsfälle, leiteten erste Medikationen ein (Sekt aus Dosen soll übrigens prima gegen Cellulite helfen) und gruppierten die anwesenden Patienten in die einzelnen Pflegestufen.

Zunächst zeigte Tineke ihre gesanglichen Qualitäten. Die Zuschauer bemerkten gleich, dass sich bei der Kleinen durch den inbrünstigen Gesang die schlimmsten Wehwehchen lindern ließen, so dass sie beim Mandy-Lied selbst aktiv mit einstimmten. Vor allem die Männer genossen ihren Soloteil, aber auch die Frauen stellten fest: An meinem Körper ist alles dran!

Als sich dann die beiden älteren Damen bei ihrem Abstecher vom Altenheim ins Wartezimmer ebenfalls dem Musizieren hingaben, rockte der komplette Saal und letztendlich konnten alle Anwesenden als geheilt entlassen werden."

08.03.09

"Und weiter geht´s ...

Nach einem ausgiebigen Essen in Fulda setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren weiter nach Gießen, wo wir mehr als freundlich im ZIBB empfangen wurden. Nachdem Claudia alle Schatten an den Wänden durch ausgeklügelte Lichttechnik entfernt und alle Pflanzen gefühlte 30 Mal umgestellt hatte, konnten wir mit der Heilung der angereisten Patienten beginnen.

Nachdem Anke eine Lanze für die Raucher gebrochen hatte, zeigten sich in der Pause schon wesentlich mehr Nikotinabhängige vor dem Gebäude. Tineke erklärte noch schnell den Ablauf einer Geburt und Mandy tanzte das komplette Alte Testament unter Einbezug der biblischen Sportart "Pilatus", so dass am Ende des Programms alle Anwesenden als geheilt entlassen werden konnten."

08.03.09

"Einfach mal was liegen lassen...

Nach einem leckeren Frühstück in Grünstadts "Jakobslust", fuhren wir weiter nach Fulda, wo es anlässlich des Weltfrauentages eine Veranstaltung im Schloss gab - endlich mal eine angemessene Residenz für echte Weibsbilder!

Überwältigt von all dem Prunk und Protz, der gülden vor uns erstrahlte, richteten wir uns häuslich ein, packten Requisiten und Auftrittsklamotten aus und lauschten dann dem spitzenmäßigen Vortrag einer schweizer Referentin, die die anwesenden Frauen mit Tipps zum täglichen Spagat zwischen Haushalt, Familie und Job versorgte.
Eine Anregung von ihr war, sich nicht stets und ständig zum Aufräumen gezwungen zu fühlen, sondern einfach öfter mal was liegen zu lassen - eine Angewohnheit, die Claudia und ihre Auftrittsklamotten sich schon vor langer Zeit zu eigen gemacht haben ;) "

08.03.09

"Jakobslust...

Nach der Karnevalspause machten wir uns am vergangenen Freitag auf den Weg nach Grünstadt, die Stadt der Einbahnstraßen und Sackgassen. Nach längeren Suchen begaben wir uns zunächst in unsere Bleibe für die bevorstehende Nacht: Jakobslust - klingt vielversprechenend!

Anschließend suchten wir den Auftrittsraum auf, die Stadtbücherei, in der bei unserem Eintreffen noch reger Lese-Betrieb herrschte. Nachdem sämtliche Bücherregale weggeschoben waren und die Bühne in Weibsbilder-Glanz erstrahlte, eröffneten wir unsere mobile Arztpraxis, um die vielen Patienten mit Humor und guter Laune zu heilen.

Besondere Vorfälle gab es auch zu verzeichnen, so dass sich zum Abschluss des Abends folgende Ergebnisse herauskristallisierten:

Der nette Mann in der ersten Reihe singt gerne, kommt aber zu früh, reist mit Ehefrau an und geht mit der Geliebten.
Sport-Gudrun konnte trotz großen Einsatzes von Medizin und homöopathischem Mandy-Tanz nicht von ihrem Augenleiden befreit werden (Expertentipp: Beim nächsten Mal einfach die Brille mitbringen).
Der Sohn der netten Pressefrau wartete nicht - wie ihm angeordnet - in Jakobslust, Zimmer 8, als wir dort nach erfolgreichem Arbeitstag eintrudelten."

25.01.09

„Eifel trifft Pfalz...

Am gestrigen Samstag machten wir uns auf den Weg nach Frankenthal. Dort angekommen, beschäftigten wir uns bis zur Praxis-Eröffnung mit dem Lösen diverser Kreuzworträtsel. Intellektuell gestärkt und optisch aufgebrezelt, öffneten wir die Tore des Wartezimmers und ließen die vielen pfälzer Patienten hinein, die sich von uns Heilung durch Humor versprachen.

Einige zeigten sich schon belustigt durch unseren Eifeler Dialekt, der dem der Pfalz so gar nicht ähnelt. So könnte man das Zwischenspiel in Frankenthal auch als Sprachreise bezeichnen.

Besondere Vorkommnisse gab es nicht, weder äußere noch innere Verletzungen, keine Cellulite-Fälle, keine Entbindungen. Alle gesund und arbeitsfähig!“

24.01.09

„Und wieder kein Luftröhrenschnitt...

Gestern waren wir zu Gast im Haus im Möhren in Mayen. Nach einem freundlichen Empfang und dem Aufbau der Requisiten, gaben wir uns zunächst einem leckeren Essen hin. Gut gestärkt konnten wir nun mit der Arbeit beginnen.
Bis auf eine Dame in den Wechseljahren und ein paar Erkältungsopfer gab es unter den über 200 Zuschauern keine schwerwiegenden Krankheitsfälle zu verzeichnen.

Einige bekannte Gesichter konnten wir im Publikum ausmachen und zur Freude von Mandy befand sich auch die „Fächerfrau“ wieder unter den Anwesenden, die sich nur zu gern zum Luft-zu-fächeln für die transpirierende Dame des horizontalen Gewerbes zur Verfügung stellte.

Tineke konnte mal wieder mit kindlich-naivem Charme punkten, Claudia entwarf in Gedanken einen Übergrößen-Katalog für Männer und Anke erläuterte ihre ganz persönliche Sicht des Nichtraucher-Schutzgesetzes. Dummerweise gab es wieder keine Freiwilligen für einen Luftröhrenschnitt. Vielleicht beim nächsten Mal – wir kommen gerne wieder!“

18.01.09

„Wir sind noch unbemannt...

Gestern waren wir zu Gast in Waldmohr. Dort lebt ein lustiges Völkchen, das weder in regelmäßigen Abstanden Übergrößenkataloge erhält, noch Raucher unter sich birgt, geschweige denn über den Ablauf von Entbindungen informiert ist.

Da tat viel Aufklärungsarbeit Not!
Besonders die Dingsda-Kinder sorgten für heilende Erheiterung bei dem Versuch, unser aller Bundeskanzlerin zu umschreiben.
Auch die Alten konnten mit ihren Neuerungen zur Gesundheitsreform punkten.
Zum Abschluss forderte Claudia noch schnell alle unverheirateten Männer auf, sich mit Bild und aktueller Gehaltsabrechnung zu melden, damit die Weibsbilder nicht länger unbemannt durch die Welt laufen müssen.“

 

17.01.09

„Pastor gesucht?...

Der erste Auftritt im frischen Jahr 2009 führte uns ins benachbarte Stadtkyll, genauer gesagt in die Marktscheune, gleich neben der Kirche gelegen. Dort angekommen, bauten wir unsere portable Arztpraxis auf und nahmen die vielen Patienten in Empfang, die sich von uns Heilung durch Spaß versprachen. Gesagt – getan!

Nachdem die Diagnosen gestellt waren, begannen wir mit der Behandlung der diversen Zipperlein – darunter eine an schwerer PMS leidende Dame in der ersten Reihe, zwei Erstgebärende, eine Prostata-Erkrankung und Cellulite-Fälle mit unterschiedlichem Schweregrad.

Tineke bot ihre Hilfe zur Entbindung an, Mandy bekam durch rhythmische Sportgymnastik den Prostata-Patienten in den Griff und die beiden alten Damen aus der Senioren-Residenz letzter Frühling gaben Insiderwissen zur Gesundheitsreform preis.

Doch einige Fragen blieben offen:

Ist Cellulite ansteckend?
Wo sind die „Arschkordeln“ geblieben?
Was weiß der ortsansässige Pastor, was andere nicht wissen?“

 

Die Weibsbilder bieten eine Mischung aus Kabarett, Comedy und Musik!