
19.10.10 - 23.10.10
Ab in den Süden...
Vergangenen Dienstag ging es wieder los!
Nachdem wir in Eifelnähe keinen wirklichen Erfolg in Sachen Männerfang erzielen konnten - die meisten Geangelten mussten wir wieder ins Singlebecken zurück werfen - sahen wir uns gezwungen, uns in südlichere Gefilde aufzumachen, um vielleicht doch noch einen Deppen... äh... einen wie Vorzeigepirat Johhny Depp zu finden, der mit uns in den Hafen der Ehe rudert.
Erste Anlaufstelle war Bad Kissingen. In so einem Kurort müsste sich doch ein gesunder Mann finden lassen.
Spielstätte für unseren Singletreff war diesmal das Spielcasino. Claudia und Techniker Dieter waren bereits informiert über die gewünschte Kleiderordnung und hatten forsorglich schonmal die Hochzeitsklamotten aufgebügelt. Mich hatte mal wieder niemand über den Dresscode informiert, aber wozu auch, ich sehe schließlich immer blendend aus ;)
Piekfein war´s im Restaurant des Casinos! Das edle Ambiente wurde nur durch unsere Requisiten- und Klamottenecke gestört.
Nach getaner Arbeit und erfolgloser Männersuche, fragte man uns, ob wir Interesse hätten, uns das über dem Restaurant liegende Casino einmal näher anzusehen - dort gäbe es auch noch einige "unbefraute" Croupiers.
Als man uns dann noch 5 Jetons für ganz umsonst in die Hand drückte, waren wir Feuer und Flamme! Im Casino war es wirklich sehr schon, nur diese großen, langen Tische mit dem grünen Filzbelag störten das Design.
Was? Achso, das sind Roulettetische? Aha!
Ich wollte gerade beherzt meine Jetons auf die 11 schmeißen, da entdeckte ich einen etwas nervös wirkenden Mann, der unentwegt in einem Buch fein säuberlich Zahlen notierte. Hektisch blickte er immer wieder vom Tisch zur Anzeige der bereits gewürfelten oder besser gesagt der ge-rouletteten Zahlen. Dann griff er in die Jackentasche, nahm eine Handvoll Jetons heraus und legte sie auf den Tisch. Dabei machte er seltsame Bewegungen mit seiner Nase, wie ich sie sonst nur von Helge Schneider kenne. Ich wollte gerade auf dem bequem aussehenden, erhöhten Stuhl Platz nehmen, um mir den Nasenwackel-Spieler genauer anzusehen, da kam ein Mann in roter Uniform und mit Kaiser-Willhelm-gezwirbelter Rotzbremse und machte mich darauf aufmerksam, dass auf dem von mir erwählten Platz nur der Chef-Croupier sitzen darf.
Ah, okay, dann halt nicht...
Der Mann mit dem Zwirbelbart erinnerte mich an einen Zirkusdirektor und ich fühlte mich zeitweise von seiner Optik zum Bälle-auf-der-Nase-balancieren animiert. Aber wie sich rausstellte war er ein Page, der eigens für uns abgestellt war, um offene Fragen zu klären.
Und ob ich Fragen hatte!
Erst ließ ich mir das Roulettespiel erklären und fragte dann, warum der Nasenwackelmann immer alles aufschreibt. Verstanden hab ich weder das Spiel noch die Notwendigkeit des Zahlen-Notierens - aber ich tat so, als wäre ich Profi ;)
Claudia und Dieter hatten sich derweil am Anfängertisch niedergelassen und bereits Jetons auf den Filzbelag gelegt.
Ha, euch werd ich´s zeigen!
Gekonnt platzierte ich mein Plastikgeld auf ein Feld und wackelte vorsichtshalber nochmal mit der Nase.
Wie, ich kann meine Jetons nicht dahin legen???
Dann halt alles auf die 11!
Der Croupier drehte am Rouletterad... die 31... Mist, Haus und Hof verzockt! Einen Jeton wollte ich aber ich aber unbedingt behalten (den Pagen auch, aber das ging nicht...)
Weiter gings nach unten in die Automatenhalle. Dort durfte jeder von uns zweimal am Glücksrad drehen. Man sollte das Datum des Tages erdrehen (19.10), dann hätte man ein Auto gewonnen. Kein Problem! Ich drehe also und sehe mich schon in einem schicken Zweitwagen Richtung Eifel düsen... aber dummerweise ist heute nicht der 43.13. ...
Also im Bus zum Hotel, Wärmflasche machen und schlafen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Neuffen, wo wir an drei aufeinander folgenden Tagen bei einem Kabarett-Dinner zu Gast sein sollten.
Beinahe wäre die Tour da schon beendet gewesen, weil ich im 16-Kilometer-Stau beim Stoßstangen-Kuscheln fast an einer CO2-Vergiftung dahin geschieden wäre - ich muss wohl dringend nochmal zu Abgassonderuntersuchung (Claudia übrigens auch, aber das hat andere Gründe;)
Angekommen in Neuffen checkten wir erstmal im Hotel Garni in ein - dann der Schock! Obwohl jedes Zimmer über einen Balkon verfügte, durfte nur VOR der Tür geraucht werden (jetzt weiß ich auch, warum das Hotel GARNI heißt - weil da GAR NIE geraucht wird *heul*).
Überhaupt kam mir beim Einchecken und beim Kennenlernen des Hotelchefs das Lied "Hotel California" in den Sinn... you can check out any time you like, but you can never leave...
Nach dem Auspacken gings dann zur Burg Hohenneuffen, die Aussicht auf das bevorstehende 4-Gänge-Menu trieb uns an.
Ich weiß ja, dass ich selten weiß, was ich eigentlich will, aber dafür weiß ich wenigstens, was ich auf keinen Fall will - dazu gehören Dinge wie unbemannt bleiben, von Hillesheim wegziehen oder Falten bekommen...
Neu hinzu gekommen ist, dass ich nie-niemals-nicht Ritter werden will! Da wohnt man abgelegen, muss immer bergauf laufen (es sei denn, es geht bergrunter), hat keine Nachbarn, die Pakete entgegennehmen, wenn man im Kampf ist, die Ritterrüstungen sind nicht besonders bequem und die Zufahrtswege zur Burg sind viel zu schmal, als das man da mit einem Bus hindurch käme...
Wir entschieden uns zunächst, den Chefkoch durch die engen Mauern fahren zu lassen, dann musste Dieter das übernehmen.
Das Essen war sehr exquisit und bei den meisten Dingen auf dem Teller wussten wir nicht mal, wie sie heißen... Leider bekamen wir an keinem der drei Tage den "Gruß aus der Küche"... Naja, was soll´s, jetzt bin ich wieder zu Hause, da gibts "Aufgekehrtes aus der Küche".
Claudia wusste all die französisch-benannten Köstlichkeiten zwar zu schätzen, aber dennoch bot sich bei jedem Gang das gleiche Bild::
Kellner (sorry... Garcon): Jetzt servieren wir das Amuse gueule - Claudia: Kann ich da Brot zu haben?
Garcon: Als nächstes servieren wir Poulardenbrust marengo - Claudia: Kann ich da Brot zu haben?
Garcon: Zum Abschluss nun die Creme Brulee - Claudia: Kann ich da Brot zu haben?
Nach drei leckeren 4-Gänge-Menus in drei Tagen, vielen Zigaretten im Kalten, gewellter Salami zum Frühstück, 2 mal Sauna und Massagen gings dann weiter nach Blaubeuren mit einem Zwischenstopp in Metzingen.
Für Claudia und mich als bekennende Extrem-Shopper ein Paradies mit unendlich vielen Outlet-Stores!
Empfehlenswert ist diese Einkaufsmeile jedoch nicht! Mich erinnerte das Einkaufsspektakel eher an New York City: gefühlte 3 Millionen Menschen schubsten Einkaufswagen durch Lagerhallen, man hörte schreiende Kinder und die total überlaufenen Restaurants erweiterten ihre Tischanzahl, indem sie sogar im Toilettenflur Pizza servierten - Nix wie weg!
In Blaubeuren trudelten wir viel zu früh ein, so dass wir uns entschieden auf einem Parkplatz noch ein Mittagsschläfchen zu halten.
Nach einem schönen Auftritt in der Kleinkunst-Kneipe "Nix" gings dann auch wie nix nach Hause!
15.08.10
Nach der Sommerpause...
1 Tourbus, 2 Weibsbilder, 3 Auftritte, 1124 Zuschauer und 1467 Kilometer - das ist ein Wochenende nach meinem Geschmack!
Los ging´s am Donnerstag Richtung Andervenne. Der ortsansässige Theaterverein hatte mal wieder zur großen lilalauen Nacht eingeladen. Der Abend begann mit der Wahl der Dancing Queen, die per Losverfahren aus den 500 anwesenden Zuschauerinnen gekürt wurde und der Veranstaltung von einem Thron aus zusehen durfte.
Auch, wenn an diesem Abend nur weibliches Material zum Singletreff gekommen war, zogen wir unser Programm durch und versorgten die Damen mit notwendigen Tipps zur Partnersuche.
Der freitägliche Zusatztermin in Andervenne war mit 500 weiteren Frauen ebenfalls ausverkauft - frau reiste mit Bussen aus den umliegenden Orten an, um dem jährlichen Spektakel beizuwohnen.
Nach getaner Arbeit bezogen wir unsere Schlafstätten. Gerd (nicht Gecht, sondern Geeerd) beherbergte in dieser Nacht nicht nur Schweine und Kühe (von denen 2 übrigens nach uns Weibsbildern benannt wurden), sondern auch uns.
Nach einem ausgiebigen Frühstück konnte ich meinen Katzenfetisch nicht länger verbergen und besuchte den felligen Nachwuchs im Stall, der sich dort zwischen den tierischen Getränkelieferanten tummelte. Ein bisschen Kummer machte mir Phoenix, ein verschnupfter, kleiner Waisen-Kater, dem meiner Meinung nach eher als Claudia die Wärmflasche zugestanden hätte...
Schon bald konnten auch Claudia und Töpferin Franzi ihre Neugier nicht mehr im Zaum halten und folgten mir in den Stall, wo wir ein ausgiebiges Shooting durchführten (Fotos werden in Kürze nachgeliefert). Dann verabschiedeten wir uns von den neugewonnenen Andervenner Freunden (vier- und zweibeinig) und machten uns auf den Weg nach Lingen zum Shopping. Doch hatten wir unbemerkt ein Mitbringsel im Gepäck... nein, nicht Kater Phoenix ;) Beim An- und Ausziehen der potentiellen Einkäufe stellten wir fest, dass wir nicht nur wie Hühner gackerten, sondern auch noch den frischen Geruch aus Geeerds Kuhstall unser Eigen nennen durften.
Nachdem wir in Twist (mit einem nicht sichtbaren, dafür aber hörbaren ie) angekommen waren, war der Andervenner Erinnerungsgeruch fast verflogen und wir legten erneut mit unserem Programm los - immer in der Hoffnung, noch den ein oder anderen Mann abstauben zu können.
Interessenten gab es viele, aber keiner war klein genug, um noch im Tourbus zwischen die neugekauften Klamotten und die Blumengeschenke zu passen...
P.S.: Wir grüßen an dieser Stelle noch den jungen Mann aus Densborn, der zufälligerweise auch im Emsland unterwegs war und uns bis zum Autobahnende der A1 begleitete!
07.06.10
Der Oelsnitzer Barhocker
Vergangenen Mittwoch machten wir uns auf zur langersehnten Osttour. Der erste Abschnitt der Tour führte uns erst einmal ins nahegelegene Bad Ems, wo wir vor 230 Zuschauern im wunderschönen Staatsbad spielen durften.
Nach einem tollen Auftritt ging´s ins Hotel, um vorzuschlafen für das, was wir in den nächsten Tagen noch erleben sollten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns schon zeitig auf den Weg nach Plauen - einmal durch Bayern und schon waren wir in Sachsen (tschuldigung, dem Vogtland).
Auf der Fahrt dorthin hielten wir kurz an, um uns vor dem Hungertod zu retten. An der Kasse der Raststätte (die übrigens sehr dem Kölner Hauptbahnhof glich) kam es dann zu einem Vorfall, der unser Weltbild erschüttern sollte!
Unsere angeborene Misanthropie richtet sich ja gewöhnlicherweise nur gegen Kinder, Eltern, Verheiratete, Singles, Privatversicherte und Kassenpatienten etc. - nie-niemals-nicht aber würden wir es ablehnen, einem älteren Menschen über die Straße zu helfen oder Omis Einkaufstüten heimzutragen! Und dann das: In der Warteschlange stehend werde erst ich von einem harmlos aussehenden Rentner-Pärchen abgedrängt. Dann knöpften sie sich Claudia vor und drohten ihr mit der zu einer Waffe gerollten Feiertagsausgabe der Bildzeitung! Irgendwie dejavu-te es in mir... Hab ich die beiden nicht schonmal gesehen? Sind das nicht die kriminellen Fishermens aus Dirty Dancing? In jedem Fall muss ich mein Senioren-Bild noch einmal überdenken...
Im Malzhaus in Plauen traten wir vor 160 Mitarbeitern der Stadtverwaltung auf und vor allem die wenigen Männer erfuhren viel Neues über die Welt im Allgemeinen und sich selbst im Speziellen, erhielten aber zum Abschluss des Programms versöhnlich stimmende Blumen, die wir aufgrund von vorübergehender Heimatlosigkeit nicht selbst mitnehmen konnten.
Am nächsten Tag musste dringend Körperpflege her! Ganzkörperpeeling, Sauna und Honigmassagen machten uns fit für die Fahrt nach Oelsnitz, wo wir für den Kabarettpreis "Oelsnitzer Barhocker" nominiert waren. Am Auftrittsort angekommen, richteten wir uns zunächst häuslich ein, um dann Hausmeister, Techniker und Veranstalter ordentlich auf Trab zu halten. Während wir versuchten, dem Sächsischen langsam aber sicher mächtig zu werden, bemerkten wir garnicht, dass wir gerade die Einzigen waren, die seltsam sprachen...
Nach dem Einchecken im Hotel Kupfermühle und der Rückfahrt zum Veranstaltungsort mussten wir Essensliebhaber dann mit Erschrecken feststellen, dass unsere bereitgestellten Brötchen (nochmals danke an Sabrina, meine neue beste Freundin) verschwunden waren... Nach eingehender Untersuchung aller Tatverdächtigen nach Butterspuren an den Fingern oder Brotkrümeln um den Mund herum, konnten wir die Täter aber noch nicht stellen...
Um 19:00 Uhr begannen wir mit unserem Programm, gleichzeitig spielte das Duo Notenkopf eine Etage unter uns (also... tiefer...). Nach getaner Arbeit nahmen wir die "Konkurrenz" genauer unter die Lupe. Wir gingen nach streng festgelegten Kriterien vor:
- Optik und Ausstrahlung
- Sexappeal
- Körpermaße
- Rasierwasser
- Haarlänge
- Farbe und Marke des Autos
- Raucher/Nichtraucher
Das erste Duo "Crazy Doctors", welches gleich nach uns spielte, könnte uns gefährlich werden, was Rasierwasser und Körpermaße anbelangt, aber die Farbe unseres Tourbusses müsste das eigentlich wieder wett machen.
Das zweite Ensemble "Die Hengstmannbrüder" waren schon größere Konkurrenz, denn neben den Punkten "Raucher" und "Rasierwasser", wollte mir der ältere der beiden Brüder auch noch haartechnisch die Butter vom Brot nehmen (Apropos Brot und Butter? Wo ist unser Essen???)
Nun gut! Wir mussten also alles auf eine Karte setzen: Sexappeal und Optik - also erstmal ordentlich Schminke über die faltenfreie Haut (gut, dass wir die freie Zeit vom Vortag nicht wie die anderen mit Auftrittsvorbereitungen verschwendet hatten, sondern der ausgiebigen Körperpflege widmeten).
Nach einem feucht-fröhlichen Abend *hicks* genossen wir den kurzen Schönheitsschlaf, um dann ausgeruht und froh gelaunt zum Soundcheck zu fahren.
Nach einer ausgiebigen Diskussion mit Matthias und Riggöö über die bekannten Technik-Philosophen AKG und Sennheiser, besuchten wir ein Restaurant - die Suche nach den Brötchen vom Vortag hatten wir mittlerweile eingestellt).
Um 19:00 Uhr begann die Veranstaltung. Zunächst zeigten Notenkopf, die (ich verrate es schonmal) Gewinner des Preises ihr Können, anschließend traten die Crazy Doctors (Moment mal: Kommen da Brötchenkrümel aus der Trompete?) auf, die dann das Komödianten-Staffelholz an die Hengstmannbrüder übergaben.
Dann wurde es ernst! In gewohnter Weibsbilder-Manier rockten Tineke, Christel und die Omas den Saal! Wir hatten einen Riesenspaß!!!
Nach Bekanntgabe der Preisgewinner feierten wir noch mit all den lieben Menschen vom Barhocker-Team bis in die tiefe Nacht. Und wenn sie nicht gestor...
Es war ein wundervolles Wochenende mit wundervollen Menschen! Selten schlägt einem soviel Lebensfreude, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit entgegen wie dort! Wir wären so gerne noch geblieben - wenn die Wäsche nicht wäre...
15.05.10
Gerade komme ich aus Plaidt, wo wir nach zwei Tagen Verschnaufpause unseren Singletreff eröffnet hatten.
Sehr freundlich wurden wir von aufgeregten Damen in einheitlich blauen T-Shirts im Pfarrheim empfangen. Schon kurze Zeit später und 1 1/2 Stunden zu früh, saßen die ersten Zuschauer parat, in freudiger Erwartung anlässlich dem, was der Abend wohl bringen möge.
Lustig war´s in Plaidt! Das Publikum war gut gelaunt, Alois erwies sich als zuverlässigster Mann im Saal und "guckte" das verstopfte Klo einfach wieder frei, Essen gab´s, Getränke auch - nur ein etwas vorlauter Herr trübte die Stimmung durch unqualifizierte Zwischenrufe.
Ein großes Dankeschön geht an die netten Damen vom Veranstaltungsteam, die uns so umsorgt haben, wie es sonst nur unsere Mütter tun!
13.05.10
Am gestrigen Mittwoch eröffneten wir im nahegelegenen Kirchweiler unseren Singletreff. Viele Suchende hatten sich auf dem Sportplatz eingefunden, um ihre hochkochende Leidenschaft wetterbedingt im Festzelt abzukühlen. Und dennoch wurde es heiß!
Nach den üblichen Zickigkeiten, die der Revierabsteckung dienen, ging es auch gleich los mit der Männersuche.
Auswahl gab es genug, denn reichlich Testosteron schmückte die Biertischgarnituren - selten, aber wahr: All diese Männer hatten freiwillig den Weg zu uns gefunden und konnten sich vor allem in Gundulas Männerkursen über verlorene Socken und nicht nachgefülltes Toilettenpapier wieder finden.
Tineke hätte sogar fast einen neuen Papa gefunden, hätte sie nicht Omas Bild gezeigt, Claudias biologische Uhr gab den Geist auf und Christel schlug sich beim Moderatoren-Casting für ihre Verhältnisse gut.
Ein schöner Abend mit schönen Mäünnern ging zuende. Schnell noch an die Pommesbude, dann ab ins Auto, um den heutigen Feiertag zu genießen.
P.S.: An D.S. aus K.: Hör auf, uns anzurufen!!! SOOOO verzweifelt sind wir Unbemannten dann doch noch nicht!
09.05.10
Gestern waren wir wieder einmal in Mettendorf zu Gast. Noch in schönen Erinnerungen an den letzten Besuch dort schwelgend, erreichten wir planmäßig die Turnhalle der Grund- und Hauptschule. Der Förderverein hatte erneut geladen und so gab es Lehrer, so weit das Auge reicht.
Der erste Blick in die Halle war überwältigend - 400 Stühle vor einer großen Bühne können schon ein beeindruckendes Bild abgeben.
Nachdem die Beleuchtungsprobleme geklärt schienen, begannen wir damit, vor vollbesetztem Singletreff nach passenden Männern für uns Ausschau zu halten. Claudia konnte ihr Date Hans-Herrmann nicht gleich finden, da kurzzeitig das Licht wieder ausging, doch als dann ich dazu stieß, um von meinem kleinen Alkoholproblem zu berichten, hatte nicht nur ich wieder "alle Lampen am brennen".
Männer haben wir zwar keine gefunden, aber Spaß hatten wir!
Zum Beispiel mit dem Schulleiter, der verzweifelt versuchte, Claudia in Bildern festzuhalten.
Christel Müllers Fernsehkarriere muss noch warten, Tineke ging "Papa-los" wieder nach Daheim, Britta und Gundula hatten viele Tipps zur Partnersuche parat und die beiden alten Damen konnten sich vor Verehrern kaum noch retten.
Wir kommen auf jeden Fall wieder gern nach Mettendorf - müssen wir ja auch... schließlich wollen wir ja in Erfahrung bringen, ob unsere Single-Veranstaltung für einige erfolgreich war. Bis dahin werden wir weitersuchen nach Mr. Right (oder auch Mr. Left, hauptsache ein Mister).
08.05.10
Du bist so heiß wie eine Vulkan - oder: Eine Tank-Romanze
Die nun folgende Liebesgeschichte begann an einem schneestürmischen Tag. Zwei Weibsbilder und eine Töpferin... äh... Tontechnikerin gerieten in die Fänge des bösen, bösen Winterwetters und beschlossen, an einer Tankstelle Rast zu machen.
Und dann geschah es: Die himmelblauen Augen einer Kleinstadtstute (nennen wir sie mal Claudia) trafen auf die des französischen Tankhengstes Chevalier, der schmale, blasse Raststätten-Angestellte mit dem seltsamen Kopf... (und da wird mir immer meine Vorliebe für den Sänger Bill K. vorgeworfen, Frontmann einer deutschsprachigen asiatischen Übernachtungsmöglichkeit).
Nun ist der Frühling eingekehrt und mit ihm die saisonalen Gefühle des Wonnemonats Mai, vorbei die winterliche Sturm- und Drangzeit. Nicht so bei Claudia!
Auch nach dem heutigen Auftritt in Simmern mussten wir an eben dieser Tankstelle pausieren, hatte Claudia doch über die vergangenen vier Monate nie Chevaliers Geschick beim Preise-eintippen gekaufter Waren vergessen.
Als eindeutige Zeichen für das Aufkeimen einer leidenschaftlichen, nie endenden Romanze wurden folgenden Punkte benannt:
1. Chevaliers Tankstelle ist NICHT Gusticus-besetzt!
2. Chevalier hat nach einer Payback-Punkte-Karte gefragt - ein mehr als deutliches Zeichen seiner immerwährenden Liebe!
3. Chevalier hat gelächelt, was Menschen ja generell sehr, sehr selten tun!
Bleibt nur zu hoffen, dass schon bald wieder ein Auftritt stattfindet, zu dem der Weg an dieser Raststätte vorbeiführt. Vielleicht kommen sich die beiden Liebenden dann NOCH näher, vielleicht wird Chevalier wie zufällig Claudias Hand streifen, wenn er ihr den Kaufbeleg aushändigt, vielleicht wird Claudia aber auch ein untrügliches Zeichen setzen, indem sie eine Bildzeitung kauft...
Es bleibt spannend...
29.04.10
Die Weibsbilder in der SWR-Landesschau
Am vergangenen Dienstag waren wir zum SWR geladen, um für die Landesschau ein kurzes Live-Interview zu geben.
Nach der Ankunft um 17:00 Uhr gings erstmal ins Studio zur Probe. Moderator Martin Seidler probte gerade seine Anmoderationen, Kameramänner, Kabelträger, Regie und Produktionsleiterin koordinierten die unterschiedlichen Abläufe und ständig rief jemand Zahlen in den Raum: noch 30, 1 auf 3, 3 auf 2, noch 10...
Interessiert sahen wir uns alles genau an und durften dann erstmalig auf der berühmten roten Couch Platz nehmen, auf der wenige Tage zuvor Sissi Perlinger und Katja Riemann gesessen hatten. Nach kurzen Einstellungen gings dann in die Maske, wo zwei nette Damen ihr komplettes Jahresbudget an Makeup, Lidschatten und Lippenstift in unseren Lachfalten unterbrachten - schwer verändert oder gar schöner waren wir nach diesem Puder-Marathon zwar nicht, aber immerhin 20 Minuten der langen Wartezeit waren sinnvoll gefüllt.
Dann betraten wir wieder das Studio, in dem die Livesendung schon begonnen hatte. "44" rief die Dame mit dem Headset, was so viel bedeutete, dass wir noch 44 Sekunden hatten, um unsere Luxus-Körper auf der Couch zu drappieren und unsere geschminkten Gesichter in die Kamera zu halten.
Nach 4 Minuten war das Interview bereits beendet und wir machten uns auf den Heimweg. Besonderer Dank gilt noch dem netten Gästebetreuer und den Männern vom Schnitt, die den "kleinen" Fehler in unserem Trailer noch schnell durch Material ersetzten, auf dem tatsächlich WIR zu sehen sind und nicht bloß vom SWR angeheuerte "Schauspielerinnen", die sich einst unserer Christel Müller-Umstylingnummer bedient hatten...
17.04.10
"Nach 2 Jahren Pause waren wir gestern noch einmal in Polch zu Gast. Glücklicherweise hatte uns niemand vergessen und das Forum platzte mit 550 Zuschauern aus allen Nähten.
Bei so viel Zulauf im Singletreff müsste doch eigentlich das passende Mannsbild für uns dabei sein...
Aber beginnen wir am Anfang... Die Erde war öd und leer... äh, Moment, das war jetzt zu weit ausgeholt.
Wir starteten unser Programm in gewohnter Manier - die jeweils andere erstmal ordentlich runterputzen, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken und gingen dann dazu über, den Zuschauern unser bemitleidenswertes Singledasein zu erläutern und klarzustellen, dass wir Polch nicht ohne Ring am Finger und Mann im Kofferraum verlassen würden!
Claudias biologische Uhr spielte die Titelmelodie des weißen Hais, Hans-Hermann ließ sich trotz Lockstoff "Hähnchen" nicht blicken, Gundulas Seminare fanden großen Anklang, Tineke musste ohne Papa wieder "nach Daheim" und auch meine ausgeklügelte Kontaktanzeige brachte außer schadenfrohen Lachern nicht den erhofften Jagderfolg. Nicht einmal Britta konnte einen Tagesabschnittsgefährten finden.
Was für eine magere Ausbeute! Vielleicht könnten wir als Omas genug Mitleid erregen, um noch schnell einen willigen Mann zu finden. Aber auch dieser Versuch schlug fehl, trotz bestens dargebotener Performance war weit und breit kein Testosteron-Paketchen zu schnüren.
Nun warten wir darauf, ob vielleicht noch postalisch Bewerbungen eingehen...
Wiederkommen nach Polch werden wir auf jeden Fall - schließlich gibts da De Beukelaer-Kekse, das ist doch auch was Nettes zum Vernaschen ;)"
11.04.10
"Mal wieder im Osten unterwegs...
Tja, was schreibe ich denn nun zu den letzten Tagen...? Viel ist passiert, seit wir uns frohgelaunt vergangenen Donnerstagmorgen auf den Weg Richtung Osten machten. Auf so einer langen Fahrt muss frau ja öfter mal pausieren, was angesichts der Tatsache, dass sich die verhassten Gusticus-Rastplätze wie die Karnickel vermehrern, nicht ganz einfach ist. Mehrmals steuerten wir Autohöfe an, um uns dann gleich auf dem Absatz... äh... Hinterrad wieder zu drehen - mit dem festen Willen, eine nicht-Gusticus-besetzte Tanke zu finden.
Wie groß war da die Freude, als wir den Autohof Lehrte erreichten, garantiert Gusticusfrei!
Und die Speisekarte sah auch vielversprechend aus! Aus der langen Liste wählten wir 2mal die Lasagne und einmal die Calamaris aus *yammi*. Dummerweise gab es keine Lasagne und was Calamaris genau ist, mussten die beiden "Köche" hinter der Ladentheke erstmal ausdiskutieren.
Okay, dann eben 3mal Spaghetti Bolognese... ein typisch deutsches Gericht, das eigentlich jedem, der mehr als 4 Milchzähne besitzt, bekannt sein müsste. Und ja, dieses Gericht gab es tatsächlich und ließ sich auch im Tiefkühlfach finden. Nachdem wir artig unser Geschirr und die 9 Messer (es dauerte etwas, bis wir drei saubere finden konnten... Fingerfood wäre da die Lösung gewesen...) weggeräumt hatten, ging es weiter Richtung Bismark, wo wir vor der Belegschaft eines Altenheims auftreten sollten.
Auf die Frage nach dem Hotel, erhielten wir die Auskunft, dass das Doppelzimmer für Claudia+Technikerin Franzi gebucht sei - ein Einzelzimmer für mich war nicht aufzutreiben gewesen, aber man bot mir an, im Altenheim zu nächtigen. Gut, ich geb ja zu, dass ich, was mein wahres Alter betrifft, gerne mal ein wenig "notlüge" und mir nach unten hin alles offen halte, aber sooo alt, um in einem Altenheim Unterschlupf zu finden, bin ich dann doch noch nicht...
Also, nochmals alle Hebel in Bewegung gesetzt und ein anderes Hotel gesucht, in dem ALLE Weibsbilder Platz finden konnten.
Nach einem gelungenen Auftritt, einer kalten Nacht im Hotelzimmer, bei dem man als besonderes Special den Teppich erst noch selbst fertig verlegen muss, gings dann weiter Richtung Nordhausen. Hotelmäßig bestanden wir darauf, wieder in den Rolandstuben untergebracht zu werden (da gibts sogar auf dem kompletten Zimmerboden Teppich ;)
Um die Zeit bis zum Auftritt sinnvoll zu füllen, beschlossen wir, uns neu einzukleiden. In einer kleinen "Butick" wurden wir (erstmals) fündig. Die Verkäuferin war wohl ein bisschen... nennen wir es "enttäuscht", dass wir weder am Gewinnspiel für ein Fahrrad teilnehmen wollten, noch Claudia sämtliche Angaben zu genauer Adresse, Geburtsdatum etc. beim Bezahlen mit der Kreditkarte angeben wollte. Vermutlich war die Dame so "enttäuscht", dass sie deshalb "vergaß", die Farbsicherung an den Klamotten zu lösen. Egal, weiter gings - wir waren grade so schön im Kaufrausch und wollten unbedingt die Wirtschaft ankurbeln. Schwer bepackt stellten wir fest, dass der neue Tourbus gegen ein größeres Modell ausgetauscht werden müsste, um einer solchen Shoppingtour gewachsen zu sein.
Der Auftritt in Nordhausen war wieder einmal klasse! Die Leute dort sind super und zeigen immer wieder, dass sie auch sehr gut über sich selbst lachen können!
Nach getaner Arbeit mussten wir dringend etwas für unsere knurrenden Mägen tun und fanden uns wenig später in einer kleinen Kneipe wieder (Einzelheiten zu Gästen und Einrichtung erspare ich euch an dieser Stelle).
Schon früh am nächsten Tag veließen wir Nordhausen wieder, um uns auf den Weg nach Horn-Bad Meinberg zu machen, wo wir zunächst die örtliche Sauna besuchten.
Dort lernten wir viel über die lustige Welt der Geräusche!
Während ich absolut regungslos in einer der Liegen im Ruheraum Platz genommen hatte, hörte ich erst, wie Claudia versuchte, sich ein paar Meter weiter häuslich einzurichten. Ich musste dazu nicht einmal die Augen öffnen, ich erkenne meine bessere Hälfte nämlich schon am Geräusch, das ihre nackten, noch nassen Füßchen in den Gummi-Sauna-Schlappen machen. Dann begann sie mit dem Tischchen-Rücken (hier nicht im esoterischen Sinne, sondern im dekorativen), mit einem unleisen quietsch-platsch-ruckel-ruckel landete sie auf der Liege, es folgte das Blättern im aktuellen Bestseller-Buch und kurz darauf wachte sie peinlich berührt von ihrem eigenen bezaubernden Schnarchen auf "Huch, war ich das etwa?".
Aber auch andere Menschen machen Geräusche! Zum Beispiel der Mann im gestreiften Bademantel - wohl Musiker von Beruf - der mit der kompletten Palette an Schnarchgeräuschen zu unterhalten wusste. Vom zarten gu-guu, über ein baritones kchchchch, bis hin zum Standard-Fliegenfänger-Schnarchen hatte er jede nur denkbare Schlafgeräuschart drauf! Hut ab!
Ein weiterer heißer Anwärter auf den Thron des Geräusch-Supertalents betrat den Raum! Er begeisterte alle Anwesenden mit einem minutenlangen Blättern in einer Zeitschrift. Auch nicht schlecht!
Aber einer konnte im wahrsten Sinne des Wortes den Vogel abschießen, als er über selbigen versuchte, mit Claudia in Kontakt zu treten. "Gucken Sie mal da, ein Vogel", hörte ich den Mann begeistert rufen. Claudia, nicht mal ansatzweise bemüht, dem ausgestreckten Finger des Mannes mit den Augen zu folgen: "Ich seh nix!" - Gespräch beendet!
Jeder Aufguss geht einmal zuende und so machten wir uns auf den Weg zum Kurhaus, das sehr schön inmitten einer tollen Parkanlage gelegen ist. Kurgäste spazieren die wundervoll angelegten Wege entlang, Vögel singen, Ruhe und Entspannung liegen in der Luft, bis... ja, bis die Weibsbilder die lästigen Einbahnstraßen und Durchfahrt-verboten-Schilder leid sind und mitten durch den Kurpark fahren :), um den Eingang zu erreichen.
Im Gegensatz zum Veranstalter in Bismark, der uns mit Leckereien und Regenschirmen dankte und der Gleichstellungsbeauftragten in Nordhausen, die zum Finale Schnaps und putzige Gartenzwerge springen ließ, gab es in Bad Meinberg nicht einmal Getränke...
Nach einem schönen Auftritt im Kurhaus und vielen neuen Eindrücken, kamen wir gegen 2:00 Uhr wieder in der heimischen Eifel an, um Kraft zu tanken für nächsten Touren."
31.03.10
"Rheinzeitung
Kabarett-Gala in Binningen: Große Komik für einen guten Zweck
Cochem-Zell - An die 1000 Kulturfreunde brachte das in der Region bekannte Kabarettduo „Weibsbilder“ am Wochenende in der Binninger Rosenthalhalle zum Lachen.
Ihr Auftritt war Teil einer großen Benefizgala der Treis-Kardener Röhrig-Forum Kulturbühne. Der Erlös wird Erdbebenopfern in Haiti zugutekommen."
Ein Interview mit dem SWR (plus kurze Programmmitschnitte) gibt es demnächst in der SWR4 Radiogalerie zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr.
22.03.10
"Allgemeine Zeitung
Krönender Abschluss war der Auftritt der "Weibsbilder" Anke Brausch und Claudia Thiel, die sich für ihre kabarettistischen Nummern einen Single-Treff gewählt hatten. Ein geeigneter Rahmen für frauenrelevante, spitzzüngig kommentierte Rück- und Ausblicke ihrer "unbemannten" Figuren und die Interaktion mit dem Publikum. Jahrzehntelang auf den Traummann Hans-Hermann wartend, wandelten sie ärgerliche Themen wie Übergewicht und Cellulitis oder die zu erwartenden "Freuden" des Alters bei allen Betroffenen in befreiendes Gelächter um."
09.03.10
"Hörstel (Bocholter-Borkener Volksblatt)
Riesenbeck. „Wo sind die Männer, vor denen mich meine Eltern vor 15 Jahren gewarnt haben?“ Das fragten sich am Samstagabend die „Weibsbilder“ im ausverkauften Haus „Gehring“ auf komödiantische Weise.
Anlässlich des Frauentages hatte die SPD Hörstel zu der Veranstaltung mit dem Duo Anke Brausch und Claudia Thiel eingeladen. Auf ihrer Partnersuche gaben die beiden Regeln zum Singletreff zum Besten, damit sie endlich wieder „unter den Mann kommen“.
Die wenigen Männer, die im Raum waren, bekamen zwar auch ihr Fett weg - wurden sie doch als Ladenhüter bezeichnet -, aber am meisten nahmen sich die beiden gegenseitig oder die Frauen allgemein auf die Schüppe. Ob es um den Alkohol im Singledasein und seine Folgen ging oder um „kollektives Pille absetzen“, die Show war bissig und komisch, in einer Weise, dass über zwei Stunden die Lachmuskeln strapaziert wurden. Die 9999 Ratschläge für den Männerfang waren beispielsweise: „Baden allein genügt nicht - man muss auch hin und wieder das Wasser wechseln.“ Das Tragen eines Kleides aus Makramee und gebatikten Strümpfen veranlassten ebenso begeistert zu Beifall wie das für Männer angebotene VHS-Programm zu den Themen: „Wie werde ich der ideale Einkaufsbegleiter“, „Grippe ist eine heilbare Krankheit“ oder „Toilettenpapierrolle - wächst die wirklich auf dem Halter nach?“
In verschiedene Rollen und lustige Charaktere schlüpften die Darstellerinnen. Beide wussten auch mit Musik und Wandlungsfähigkeit der Stimme zu unterhalten.
07.03.10
"Zum Brüllen: "Weibsbilder" auf Männersuche (Ahlener Zeitung)

Ob die einsamen Herzen unter diesen Nummern Erfolg haben? Die "Weibsbilder" Claudia Thiel (l.) und Anke Brausch sind nicht leicht zu vermitteln.
(Foto: Elvira Meisel-Kemper)
Gescher. "Als der liebe Gott mich erschaffen hat, wollte er angeben", strotzte die eine Hälfte des Kabarett-Duos "Weibsbilder" Anke Brausch. "Suche einen Deckel für meinen riesigen Topf", warb die andere Duo-Hälfte realistischer und bescheidener, aber nicht minder hoffnungsvoll. Was beide einte, war der unfreiwillige Singlestatus. "Unbemannt - wir sind übrig" hatten sie folgerichtig ihr nunmehr achtes gemeinsames Programm betitelt, mit dem sie seit Oktober 2009 erfolgreich auf Tournee sind. Erfolg hatten sie auch im vollbesetzten Kutschenmuseum.
Lachsalven durchzogen die Reihen immer dann, wenn Thiel besonders naiv-unschuldig guckte, während Brausch einen auf schlau und schön machte. Damit war auch der Schlagabtausch der Single-Frauen vorprogrammiert. "Du bist erotisch wie ein Bankschalter", lobte Brausch ihre füllige Kabarett-Partnerin. Ansprüche an die Männer, die sich auf ihre Kontaktanzeigen meldeten, hatten sie dennoch beide. Der Beruf sei wichtig, waren sich beide einig. "Ich will einen richtigen Mann, der sich bei der Arbeit die Finger schmutzig macht", schwärmte Brausch. Für Thiel reichte schon ein bisschen Geld und ein bisschen Hetero. Doch anscheinend liegen diese Typen nicht gerade vor ihnen auf den Knien, denn sie blieben unbemannt."
01.03.10 "Unbemannt in Manderscheid
Am vergangenen Freitag war das Kabarettduo Weibsbilder im ausverkauften Kulturhaus in Manderscheid zu Gast. „Unbemannt“ lautete das Motto des kurzweiligen Abends, die Zuschauer fanden sich beim „Singletreff“ wieder und wurden von den beiden Akteurinnen Anke Brausch und Claudia Thiel stetig ins Programm mit einbezogen. Schon zu Beginn buhlten die Beiden um die Gunst des Publikums und stellten klar, dass die Partnersuche an diesem Tag von Erfolg gekrönt sein soll.
So konnten sich potentielle Ehemänner per Bild und Kontoauszug noch während des Programms um den Posten als „Mannsbild“ bewerben. Während Anke das Bild ihres Zukünftigen klar zum Ausdruck brachte, wartete Claudia voller Erwartung auf ihr Date Hans-Hermann, mit dem sie als Erkennungszeichen statt der obligatorischen Rose im Knopfloch ein “halbes Hähnchen“ vereinbart hatte.
Die bekannten Bühnenfiguren waren ebenfalls auf der Suche. Bauersfrau Christel Müller wollte sich beruflich neu orientieren und versuchte ihre zweifelhaften Talente einzusetzen, um entweder als Model, Moderatorin, Werbestar, Wetterfee oder zukünftiger Jauch-Millionär „in dat Fernsehn rein“ und dadurch groß rauszukommen.
Die kleine Tineke suchte nach interessierten Männern, die sie und Mama wieder zur Familie im ursprünglichen Sinn machen sollten. Dabei setzte sie alle Talente ein, aber selbst das Singen „selbstkompostierter“ Lieder und der finnische Bauchtanz konnten keinen der Anwesenden Herren überzeugen. Die Ökotante Gundula hielt gemeinsam mit der Emanze Britta ein Seminar ab, an dessen Ende die Zuschauer ein Flirtdiplom erhalten konnten.
Am Ende trafen Anke und Claudia sich dann als stark gealterte Damen wieder – noch immer das Singledasein fristend. Claudia wartete noch immer mit ihrem halben Hähnchen auf Hans-Hermann, dem in den letzten 60 Jahren wohl etwas Wichtiges dazwischen gekommen sein musste. Anke hingegen machte sich Gedanken über die vergangenen Jahrzehnte und über das, was alles passiert war. Klimakatastrophen, Finanzkrise und Wirtschaftslage – allem konnte die rüstige Dame noch etwas Gutes abgewinnen. Die Zuschauer waren begeistert und alle stimmten zum Abschluss noch einmal in die musikalische Zugabe „Und Tschüss“ ein, bevor man dann alleine oder auch zu zweit den Heimweg antrat."
18.01.10
"Es geht wieder los...
Nachdem auch die Weibsbilder nun endlich im Jahr 2010 angekommen sind, kann das Touren wieder beginnen. Schnell das Auto vom Schnee befreit, Schal und Mütze angezogen und schon geht´s ab nach Burscheid ins Badehaus.
Nachdem die Karten beim letzten Besuch so schnell ausverkauft waren, gab es am Freitag also den Zusatztermin, für den sich die beiden Weibsbildchen noch einmal ins Krankenschwester-Kostüm warfen, um die angereisten Patienten gut durch den Erkältungswinter zu bringen.
Die Heilung schritt bei allen Anwesenden gut voran - nur ein männlicher Patient erlitt einen Rückfall. Die Lach-Therapie war vielleicht zu heftig, vielleicht hätten wir Infusionen legen sollen oder von ambulanter zu stationärer Behandlung wechseln sollen - dann wäre der arme Tropf vielleicht nicht vom Stuhl gekippt, der laut scheppernd unter ihm zusammenbrach.
Die Stimmung war hervorragend, die Zuschauer lachten sich gesund und wir freuen uns schon auf den nächsten Auftritt im alten Badehaus."
"Limburgerhof - watn datn???
Am Samstag ging es trotz gemeldetem Eisregen nach Limburgerhof. Die Frage war nur: Wer oder was ist das?
Ist Limburgerhof ein Lokal, ein Restaurant, eine Gaststätte, ein Hotel?
Oder vielleicht die Bleibe eines Bewerbers von Bauer sucht Frau?
Oder ist es gar ein Ponyhof?
Alles falsch! Es ist eine Stadt mit einem sehr schönen Theater, in dem wir zu Gast sein durften.
Vor 350 Zuschauern präsentierten wir noch einmal das Programm "Der Nächste bitte!". Tineke musste ordentlich Aufklärungsarbeit leisten, Mandy erkannte unter den Zuschauern bekannte Gesichter und Christel sorgte mit ihrem Urintest für ordentlich Wirbel."